Programm für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in Serbien (WBF)
Das GTZ/WBF-Programm ist ein Projekt des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das zusammen mit seinen Partnern – den Ministerien, den NGO´s, Kammern und Verbänden – die wirtschaftliche Annäherung von Serbien an die Europäische Union fördert.
Ziel
Die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen soll in Hinblick auf den angestrebten Beitritt zur Europäischen Union (EU) verbessert werden. Bereits bestehende Zollpräferenzen der EU sollen branchenspezifisch genutzt werden. Ein besser ausgeschöpftes Produktions-, Wachstums- und Beschäftigungspotenzial wird langfristig die Arbeitslosigkeit verringern und Importe durch Inlandserzeugung ersetzen (Importsubstitution).
Vorgehensweise
Auf staatlicher Ebene werden etwa Wirtschaftsministerien, Regionalregierungen und Gemeinden bei der Konzipierung und Umsetzung von Förderrichtlinien beraten. Kammern, Verbände und Wirtschaftsfördereinrichtungen werden fachlich darin unterstützt, Dienstleistungen für Unternehmen zu erbringen. Bisher wurde ein Regionalentwicklungsplan für die serbische Provinz Vojvodina erstellt und eine länderübergreifende Arbeitsgruppe zur Förderung des Donautourismus etabliert. Außerdem wurden führende Nahrungsmittelhersteller darüber informiert, wie EU-Standards einzuhalten sind. Initiiert wurde auch die Vernetzung und Arbeitsteilung von Zulieferbetrieben für die Automobilindustrie. Zudem wurden Existenzgründungsberater und Qualitätsmanager ausgebildet.
Schwerpunktbranchen:
1. Nahrungsmittelindustrie/Obst, Gemüse, Tiefkühlkost, Bioprodukte
2. Wein- und Spirituosen-Sektor
3. Textil- und Bekleidungsindustrie
4. Investitionsgüterindustrie- /Automobilzuliefererindustrie
5. Software-Industrie
6. Tourismus – Regionalentwicklung entlang der Donau in SOE
Im Rahmen des GTZ/WBF-Programms sind sektorenübergreifende Projekte sowie "Public-Private-Partnership"-Projekte möglich. Des Weiteren wird auch Hilfestellung bei der Gründung von Kleinunternehmen geleistet durch sog. CEFE Training.
Die Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit in Südosteuropa wird durch die Projkte des "Offenen Regionalfonds" (ORF) erreicht, welche durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und durch das WBF-Programm verwaltet werden. |