Eine von der Landwirtschaft geprägte Lebensweise wird von einem Großteil der Bevölkerung in Serbien geführt. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten (44%) und die Mehrzahl dieser Bevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft oder von einer anderen Tätigkeit, die in sehr enger Verbindung mit der Landwirtschaft steht. Die Landwirtschaft ist sehr wichtig für die komplette Wirtschaft Serbiens (im Jahr 2006 11% Anteil des BIP) und sehr wichtig für den Außenhandel (der Anteil der Landwirtschaft am gesamten Außenhandel beträgt 12,8%). Diese Tatsachen zeigen, dass die Landwirtschaft eine spezielle Rolle im Wirtschafts-, Sozial- und Umweltschutzsystem des ganzen Landes spielt. Selbst wenn wir alle Fakten und Zahlen nicht beachten würden, bleibt die Bedeutung der Landwirtschaft in der Gesellschaft trotzdem sehr groß. Traditionell hat der Agrarsektor eine große Bedeutung und bildet die Grundlage für viele Tätigkeiten, die mehr oder weniger mit der Landwirtschaft verbunden sind. Die Landwirtschaft ist der Träger der regionalen Entwicklung des Landes und der Träger der kompletten Wirtschaft in dieser Phase der Transformation.
Mit dem GTZ/WBF-Programm sollen mittelständische Unternehmen aus ausgewählter Branchen und Pilotregionen in die Lage versetzt werden, ihre Produktions-, Wachstums- und Beschäftigungspotenziale besser zu nutzen. Es unterstützt insbesondere Unternehmen in Serbien, die Zugang zu Märkten der Europäischen Union und den Nahbarländern suchen. Gerade wegen der großen Bedeutung, die die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelindustrie für Serbien haben, wurde dieser Sektor ausgewählt.
Maßnahmen speziell im Bereich Nahrungsmittelsektor/ Landwirtschaft sind:
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Exportförderung durch
- Export-Marketing- Beratung
- Beteiligung an internationalen Leitmessen wie z.B. Internationale Grüne Woche (Allgemeine Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie und politischer Erfahrungsaustausch) und Fruit Logistica (Frisches Obst und Gemüse) in Berlin, Bio Fach (Bio Produkte) in Nürnberg und ANUGA (Allgemeine Nahrungsmittelindustrie, Fertigprodukte) in Köln
- Datensammlung für die Export-, Investitions- und Privatisierungsförderung
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Beratung bei Management-, Marketing- und Produktionsfragen durch den Einsatz deutscher Experten zu den Themen:
- Steigung der Wettbewerbsfähigkeit durch Implementierung der Internationalen Standards (HACCP, GlobalGAP), Beratung für die Produkt/Sortimentsentwicklung sowie Diversifikation und Schulung der Landwirten
- Unterstützung des Bioproduktsektors (Angebotsprogrammausweitung), Aufbau der ersten Zertifizierungsstelle in Serbien (OCS in Subotica), Erstellung eines Lehr- und Informationshandbuchs für Bioprodukte
- Beratung aller relevanten Institutionen und Organisationen im Bereich Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft in verschiedenen Fragen der Gesetzgebung und Strukturentwicklung
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Anbahnung und Förderung von Kooperationen, Suche und Beratung ausländischer Investoren und Partner für Direktinvestitionen oder Joint Ventures- z.B. „Paprika Projekt“ mit der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
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Informations-Service für serbische und deutsche Firmen
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Initiative zur Gründung der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie in Rahmen des Deutsch-Serbisches- Kooperationsrat
Büro Novi Sad
Emilija Stefanović, Projektmanagerin
Tel: +381 21 472 19 20
Fax: +381 21 472 19 21
E-Mail: emilija.stefanovic@gtz.de
Marija Kalentić, Projektmanagerin
E-Mail: marija.kalentic@gtz.de
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